Überbrückungsmöglichkeiten: Die Zeit zwischen Schule und Ausbildung sinnvoll nutzen

Deine Schulzeit neigt sich dem Ende entgegen und du stehst nun vor der großen Frage wie es weitergehen soll? Vielleicht bist du dir noch nicht sicher, ob du eine Ausbildung machen möchtest, studieren willst oder dich noch orientieren musst, wie es im Leben mit dir weitergeht. Zwischen dem Ende der Schulzeit und deinem weiteren Weg gibt es viele sinnvolle Überbrückungsmöglichkeiten. Hier gibt es mehr Infos dazu.

Teilnahme am Berufsvorbereitungsjahr

War deine Schulkarriere bisher nicht so gut und hast du vielleicht deinen Mittelschulabschluss nicht oder gerade so geschafft? Erscheint dir aufgrund deiner Noten ein Ausbildungsplatz in weiter Ferne? Dann bist du hier genau richtig, um erfolgreich an deiner beruflichen Zukunft zu arbeiten.

Beim Berufsvorbereitungsjahr (kurz BVJ) besuchst du ein Jahr lang montags bis freitags eine berufsbildende Schule, das heißt eine Berufsschule oder eine Berufsfachschule. Dort erhältst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern, wie Deutsch, Mathe, Sport und Co. Um auch praktische Einblicke in die Berufswelt zu bekommen, darfst du zusätzlich Betriebspraktika in verschiedenen Branchen machen.

Mehr Informationen zu Berufsvorbereitungsjahr erhält du auf der Seite des Ausbildungsparks.

 

 

 

 

 

Während des BVJ hast du die Möglichkeit, deinen Schulabschluss nachzuholen. Durch die Betriebspraktika hast du die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu zeigen, was in dir steckt. Das erhöht deine Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung in einem dieser Unternehmen.

Angebote zum BVJ in deiner Region kannst du auf der Seite der Agentur für Arbeit finden.

 

 

Ein Praktikum absolvieren

Du hast so viele Ideen und so viele Ausbildungsberufe würden dich interessieren? Aber du weißt gar nicht, was man genau in den einzelnen Berufen macht? Dann sind Praktika eine gute Alternative, um in mehrere Berufe mal reinzuschnuppern.

Ob bei kleinen Handwerksbetrieben oder bei großen Weltkonzernen: Mal hinter die Kulissen schauen und in den Arbeitsalltag eintauchen, das wäre es doch! Genau das kannst du, wenn du dich bei einem Unternehmen auf eine freie Praktikumsstelle bewirbst.  Dort wirst du je nach Dauer deines Praktikums den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstmal über die Schulter schauen und nach und nach auch selbstständig Aufgaben erledigen dürfen.

Du lernst viel über deine Stärken und Talente, kannst dich ausprobieren und feststellen, ob die gewählte Branche genau die Richtige für dich ist. Vielleicht überdenkst du deine Berufswahl aber noch einmal und entscheidest dich für eine ganz andere Richtung. Manchmal braucht es Umwege, um erfolgreich an ein berufliches Ziel zu kommen. Ein Praktikum eröffnet dir in jedem Fall neue Kontakte, die hilfreich für eine spätere Bewerbung in dem Unternehmen sein können.

Dauert ein freiwilliges Praktikum länger als drei Monate, hast du eventuell sogar Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Mehr Infos zum Thema Praktikum und Mindestlohn gibt es auf der Seite des Bundesarbeitsministeriums.

Ein Jahr im Freiwilligendienst überbrücken

Schon mal was gehört von Bufdis, FSJlern und dem Projekt „Dein Jahr für Deutschland“? Dahinter verbergen sich meist junge Leute, die einen Freiwilligendienst ableisten und durch ihre Arbeit richtig viel bürgerschaftliches Engagement beweisen.

 

Hier findest du eine Auswahl an Freiwilligendiensten

Möchtest du gerne als Freiwillige/r in einen sozialen Beruf reinschnuppern oder dich aktiv für mindestens ein halbes Jahr im Sport engagieren? Oder möchtest du doch lieber einen Einblick in Einrichtungen der Kultur oder der Denkmalpflege bekommen? Dann ist das Freiwillige Soziale Jahr bestimmt genau das Richtige für dich. 
Mehr Infos zum Freiwilligen Sozialen Jahr in Bayern gibt es auf der Seite des Bayerischen Sozialministeriums.

Natur und Umwelt sind deine Themen? Dann schau dir mal die Voraussetzungen für ein FÖJ an. Alle Infos zum Freiwilligen Ökologischen Jahr gibt es hier. 
 

Als sogenannter Bufdi kannst du ganz neue praktische Erfahrungen sammeln, die dir später beim Berufseinstieg helfen können. Die Einsatzmöglichkeiten im BFD sind vielfältig - angefangen vom sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Sport bis hin zur Integration oder auch im Zivil- und Katastrophenschutz.

Videotipp zum BFD: Imagefilm zum Bundesfreiwilligendienst

Sport ist dein Leben? Ob bei deinem Sportverein um die Ecke oder im Spitzensport - du kannst nach der Schule auch einen Freiwilligendienst im Sport absolvieren. Informiere dich hierzu auf der Webseite der Deutschen Sportjugend.

„Dein Jahr für Deutschland“ ist der Slogan des Freiwilligen Wehrdiensts im Heimatschutz. Dieser Dienst kann dir wichtige Lebenserfahrungen bringen und verschafft dir Einblicke in die Arbeit bei der Bundeswehr. 
Interessiert? Dann informiere dich hier über den Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz.

Wie bei einem Praktikum lernst du verschiedene Berufsbereiche kennen – daher ergeben sich für dich auch die gleichen Chancen. Außerdem profitierst du zusätzlich von Workshops und Seminaren, die dich auch persönlich weiterbringen. Und für die Freiwilligendienste erhältst du mindestens eine angemessene Aufwandsentschädigung und oft auch kostenfreie Unterkunft und Verpflegung.

Ab ins Ausland

Nach dem Abschluss erstmal ins Ausland - das hat dich immer schon gereizt?

Hier zeigen wir die einige Möglichkeiten, wie du die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn überbrücken kannst:

Möchtest du ähnlich wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr Erfahrungen als Freiwillige/r sammeln, jedoch nicht in Deutschland, sondern im Ausland? 
Dann trau dich und informiere dich über den internationalen Jugendfreiwilligendienst und das staatlich geförderte Programm weltwärts. Beide Programme arbeiten mit deutschen Trägern zusammen, die Projekte im Ausland betreuen oder Kontakte dorthin haben. Ähnliche Programme bzw. Volontär-Dienste bieten auch andere ausländische Staaten an.

Als Au-pair bezeichnet man junge Menschen, die für einen begrenzten Zeitraum in einer Gastfamilie leben und dort bei der Kinderbetreuung helfen und zusätzlich Kultur und Sprache des dortigen Landes kennenlernen. Im Internet findest du zahlreiche Agenturen, die dir bei der Vermittlung einer geeigneten Au-Pair-Stelle behilflich sind.

Dies ist eine Form des Auslandsaufenthalts, bei dem man das Arbeiten (bzw. Jobben) mit dem Reisen kombiniert. Durch verschiedene bezahlte Gelegenheitsjobs finanzierst du dir deinen Auslandsaufenthalt und kannst Land und Leute kennenlernen. Auch hierfür gibt es zahlreiche Infos im Internet.

Der Besuch einer Sprachenschule im Ausland und die Unterbringung bei einer einheimischen Familie ist sicher eine sinnvolle, aber leider oft auch sehr teure Möglichkeit die Zeit bis zur Ausbildung zu überbrücken. Manchmal gibt es hierfür Stipendien über gemeinnützige Organisationen und Stiftungen.

Jobben bis zum "richtigen" Job!

Ein Job ist nie gleichzusetzen mit einem erlernten Ausbildungsberuf, der dir Aufstiegschancen und vieles mehr bietet. Trotzdem kann man die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn mit Gelegenheitsarbeiten überbrücken. Vielleicht hast du schon während deiner Schulzeit kleine Jobs übernommen, wie z. B. Babysitten, Hunde ausführen oder Prospekte verteilen. Warum nicht mal in der Gastronomie arbeiten, im Supermarkt Regale auffüllen und an der Kasse sitzen oder in der Lagerlogistik jobben? Jobs finden sich oft über Aushänge oder frag direkt bei den Betrieben nach.

Du bekommst einen Einblick in die Arbeitswelt, verdienst dein eigenes Geld….und schon mancher hat durch das Jobben seinen späteren Traumberuf gefunden und konnte mit der passenden Ausbildung richtig durchstarten.

Diese Angebote aus Bayern helfen dir bei der Berufswahl:

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Von Ausbildungsplatzbörse über Schulberatung bis Website für Auslands-Rückkehrer: Hier finden Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Unternehmen jede Menge Links zu spannenden Initiativen, aktuellen Infos und hilfreichen Anlaufstellen. Einfach mal reinstöbern!

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