5 Tipps für die perfekte (Online-)Bewerbung! Für Ausbildung oder duales Studium

Ganz gleich, welchen Bildungsweg du wählst: Irgendwann musst du sicher eine Bewerbung schreiben. Das fällt aber vielen gerade am Anfang noch schwer – das ist ganz normal! Was du erstmal wissen musst: Heutzutage werden Bewerbungen fast nur noch online versendet, also entweder per E-Mail oder in sogenannten Bewerberportalen. In Bewerberportalen sind alle Aktivitäten rund um deine Bewerbung gebündelt dargestellt. Und wenn der heiß ersehnte Ausbildungsplatz oder Studienplatz in Sicht ist, dann sollte bei deiner Bewerbung wirklich alles stimmen! Deshalb findest du hier einige Dos and Don´ts für deine (Online-)Bewerbung.

1. Auf übersichtliches Layout achten, Mustervorlagen vermeiden!

Deine Bewerbung sollte einen einheitlichen Look haben und vor allem übersichtlich sein. Im Internet findest du zwar viele Vorlagen, die gerne verwendet werden – aber so kannst du dich nicht von der Masse abheben. Such dir im Netz gerne Inspiration, aber gestalte deine Bewerbung individuell. Je nachdem, in welcher Branche du dich bewirbst, kannst du deine Bewerbung kreativer oder eher schlichter gestalten. Achte darauf, dass das Layout deine Angaben und Texte in den Bewerbungsunterlagen optimal präsentiert und nicht davon ablenkt.
Bei der Schriftart solltest du keine Experimente wagen, die zwar auffallen, aber dann schlecht lesbar sind. Nutze lieber die üblichen Schriftarten, wie zum Beispiel Times New Roman (meist verwendet in Schriftgröße 12) oder Arial (meist verwendet in Schriftgröße 11).

2. Bewerbung immer an die richtige Ansprechperson!

Wenn du dich für eine Ausbildung bewirbst, dann wendest du dich direkt an den Ausbildungsbetrieb. Doch was tun, wenn in der Stellenausschreibung keine Ansprechperson namentlich genannt ist? Frage in diesem Fall unbedingt telefonisch nach, an wen du deine Bewerbung schicken darfst. Eine direkte Anrede im Anschreiben macht einen viel besseren Eindruck als die unpersönliche Begrüßungsfloskel „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Bewirbst du dich für ein duales Studium, ist es in den meisten Fällen üblich, dass du dich zuerst an den Ausbildungsbetrieb wendest und dich nach einer Zusage bei einer Hochschule anmeldest. In Sonderfällen kann der Bewerbungsprozess aber auch über die Hochschule laufen. Informiere dich daher rechtzeitig über den Bewerbungsablauf für deinen Traumberuf.

3. Nur eine vollständige Bewerbung zählt!

Eine Bewerbung besteht grundsätzlich aus mehreren Teilen. Jeder einzelne davon muss sorgfältig vorbereitet werden. Nimm dir dafür genügend Zeit!

Individuelles Anschreiben:

Deine Bewerbung für eine Ausbildung oder ein duales Studium startet ganz klassisch mit einem individuellen Anschreiben. Dieses ist üblicherweise nicht länger als eine Seite und wird am Ende von dir unterschrieben. Mit Mustertexten aus dem Internet kommst du in der Regel nicht weit. Formuliere den Text lieber so, dass er sich ganz konkret auf diese Lehrstelle bezieht und deine persönliche Motivation dafür deutlich macht. Der Betrieb soll verstehen, warum du genau der/die Richtige für die Stelle bist! Und du musst beim Leser oder der Leserin das Interesse wecken, auch den Rest deiner Unterlagen anzuschauen und weiterzulesen.

Tabellarischer Lebenslauf (CV):

Dein Lebenslauf enthält detaillierte Angaben zu deiner Person, deiner Schulzeit, Praktika und anderem beruflichen oder ehrenamtlichen Engagement sowie zu deinen Hobbys. Aber Vorsicht: Nenne nur Dinge, die für die Stelle und Branche wirklich relevant sind und deine Fähigkeiten und Interessen deutlich machen. Dass du in deiner Freizeit gerne Freunde triffst oder Fernsehen schaust, gehört nicht in den Lebenslauf.

Zeugnisse und Bescheinigungen:

Als Anhang musst du auf jeden Fall dein letztes Schulzeugnis oder Schulabschlusszeugnis beilegen. Hast du schon praktische berufliche Erfahrungen gesammelt, die dir bescheinigt wurden? Zum Beispiel Praktika oder Kurse? Dann füge auch davon Kopien zu deiner Bewerbung hinzu. Voraussetzung ist natürlich, dass sie für die Ausbildung oder das duale Studium relevant sind, für das du dich bewerben willst.
Wichtig für Online-Bewerbungen: Wenn du deine Unterlagen einscannst, solltest du darauf achten, dass die einzelnen Dateien nicht zu groß werden. Als Faustformel gilt: Eine Gesamtdateigröße von fünf Megabite (MB) sollten E-Mail-Anhänge nicht überschreiten.

Professionelles Foto:

Ob du ein Foto von dir im Lebenslauf ergänzen möchtest, steht dir frei. Es ist jedoch üblich und vermittelt einen persönlichen ersten Eindruck. Damit dieser positiv ist und du sympathisch wirkst, solltest du Bewerbungsfotos von einem professionellen Fotografen oder einer professionellen Fotografin machen lassen. Sie werden dir die Bilder auch digital zur Verfügung stellen, damit du deinen Foto-Favorit für den Online-Versand in deinen Lebenslauf einfügen kannst.

4. Bewerbungs-Check am Schluss: Korrekturlesen und online-fit machen!

Hast du alle Unterlagen beisammen und hast deine Angaben und Texte noch einmal kontrolliert? Dann schicke deine Bewerbung nicht sofort ab, sondern gib sie am besten deinen Eltern oder anderen Personen zum Korrekturlesen. Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ein absolutes No-Go in deiner Bewerbung. Investiere deshalb ausreichend Zeit, um alles noch einmal checken zu lassen!

Wenn die Bewerbung fertig ist, kannst du sie an die richtige Ansprechperson verschicken. Doch wie geht das eigentlich? Per Post, E-Mail oder gar über ein Online-Formular des Unternehmens? Alle drei Wege sind möglich.
In den meisten Fällen wirst du deine Bewerbung für eine Ausbildung oder ein duales Studium aber per E-Mail versenden. Dafür ist es wichtig, die einzelnen Dokumente deiner Bewerbung digital auf deinem Computer bereit zu haben. Gedruckte Zeugnisse und Bescheinigungen musst du also einscannen. Dann solltest du alle einzelnen Dokumente – von Anschreiben über Lebenslauf bis Zeugnisse – in einer PDF-Datei zusammenzufügen. So wird der Leser oder die Leserin nicht einen Teil deines E-Mail-Anhangs übersehen.
Achte darauf, die PDF-Datei abschließend verständlich zu benennen – also am besten mit deinem vollständigen Namen, dem Zusatz „Bewerbungsunterlagen“ und evtl. mit der Stellenbezeichnung.
Viele Unternehmen arbeiten auf ihrer Website auch mit Online-Formularen. Dort kannst du deine Bewerbungsunterlagen hochladen und mit einem Klick versenden. Achte auch hier wieder auf eine einheitliche und sinnvolle Benennung der Dateien.

5. Bewerbung rechtzeitig absenden!

Du fragst dich, wann der optimale Zeitpunkt ist, um deine Bewerbung für eine Ausbildung oder ein duales Studium zu verschicken? Das hängt davon ab, für welchen Beruf du dich bewirbst. Erkundige dich frühzeitig, welche Fristen für deinen Traumberuf gelten. Grundsätzlich lässt sich sagen: Wenn du direkt nach deinem Schulabschluss mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium starten möchtest, solltest du spätestens nach dem Jahreszeugnis deiner vorletzten Jahrgangsstufe damit loslegen. Doch das gilt nicht für alle Berufe! Große Unternehmen erwarten Bewerbungen auf Lehrstellen oft schon eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn. Auch bei den schulischen Ausbildungen können die Fristen unterschiedlich ausfallen. Die Zeitspannen zu kennen, ist vor allem deshalb wichtig, weil in manchen Fällen vor dem Start noch ein Praktikum gefordert wird. Das heißt insgesamt: Erkundige und kümmere dich rechtzeitig, damit du deinen Traumausbildungsplatz oder Traumstudienplatz nicht verpasst!


Hast du deine Bewerbung für Ausbildung oder duales Studium abgeschickt, heißt es: abwarten. Sei nicht beunruhigt oder enttäuscht, wenn du nicht sofort eine Antwort erhältst. Bewerbungsprozesse dauern oft lange. Wenn du nach einigen Wochen immer noch keine Rückmeldung erhalten hast, lohnt es sich, per Telefon oder E-Mail nachzufragen. So signalisierst du dein Interesse und bleibst in persönlichem Kontakt.

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