Tipps to go für’s Vorstellungsgespräch: So kannst du überzeugen

Du hast eine Lehrstelle oder deinen ersten Job nach der Ausbildung im Visier und wurdest dank deiner überzeugenden Bewerbung zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Jackpot oder eher eine gruselige Vorstellung?

Jackpot natürlich! Beim Stichwort „Vorstellungsgespräch“ haben viele von euch kratzige Anzüge, misstrauische Personalverantwortliche und unlösbare Fangfragen im Sinn. Kein Wunder, wenn man es da mit der Angst zu tun bekommt. Wer sich so fühlt, kann jetzt aufatmen: In der Realität laufen Bewerbungsgespräche meistens ganz anders ab. Nichtsdestotrotz gibt es einige Stolperfallen, die du mit der richtigen Vorbereitung gekonnt meisterst.

Video: Ein Recruiter berichtet über den Einstellungsprozess

Ein Mann sitzt auf einem Sofa und erzählt.

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Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch: Wer ist mein Gegenüber?

Natürlich hast du dich bereits mit deinem Wunschbetrieb auseinandergesetzt – sonst hättest du keine überzeugende Bewerbung schreiben können. Vor dem Vorstellungsgespräch gilt es aber, hier noch etwas tiefer einzusteigen.
Lies dich quer durch die Website des Unternehmens und vergiss dabei nicht, Social-Media-Kanäle und Pressemitteilungen zu checken. Wirf zusätzlich einen Blick über den Tellerrand hinaus und prüfe zum Beispiel im Internet, welche aktuellen Herausforderungen die Branche deines Wunscharbeitgebers gerade zu meistern hat. Es besteht die Chance, dass du auf aktuelle Themenfelder auch im Vorstellungsgespräch angesprochen wirst. Es geht allerdings nicht darum, dich auf Quizfragen vorzubereiten. Versuche eher, ein gutes Gefühl für den Betrieb, dessen Aufgaben und Firmenphilosophie zu bekommen. Wie passen du und dein Erfahrungsschatz dazu? Gehe noch einmal sorgfältig deine Unterlagen durch und lege dir ein paar schlagkräftige Argumente zurecht, warum ausgerechnet du ein toller Zugewinn für diesen Betrieb bzw. dieses Unternehmen bist.


Auch interessant: Findest du Fotos vom Betriebsort und den Angestellten im Netz? Wie sie sich im Berufsalltag kleiden, gibt dir einen Hinweis darauf, welcher Dresscode für dein Bewerbungsgespräch passend sein wird.

 

Checkliste

Vorstellungsgespräch: Vorbereitung am Vorabend

Keine Panik!

Fünf Tipps gegen Interview-Angst

Du bist auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch und bestens vorbereitet. Nervös bist du trotzdem. BOBY gibt fünf Notfall-Tipps, wie du das Beste daraus machst.

  1. Entspannen mit Musik - das hilft tatsächlich. Vorsicht nur bei schnellen Beats: Die lassen deinen Puls noch höher steigen.

  2. Beim Warten einen Kaffee trinken? Das bieten viele Betriebe an. Sag besser "nein, danke" oder nimm stattdessen ein Wasser.

  3. Atme nach der 4-6-8-Methode: Vier Sekunden ein, für sechs die Luft anhalten und acht Sekunden wieder aus.

  4. Setze dich beim Warten aufrecht hin oder steh sogar noch einmal auf.

  5. Wenn's losgeht: Lächeln! Wirkt nicht nur selbstbewusst, sondern entspannt auch deine Nerven.

Fragen im Vorstellungsgespräch: Was kommt auf dich zu?

Natürlich verläuft jedes berufliche Kennenlernen anders. Einen Standardkatalog an Fragen, mit dem du dich auf dein Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst, gibt es deshalb (leider) nicht. Was aber garantiert kommt: „Erzählen Sie uns doch kurz von sich.“ Übe im Vorfeld deshalb, dich in Kürze vorzustellen, indem du deinen Werdegang anreißt, vielleicht ein relevantes Interesse betonst und dabei aber nicht ins Plappern kommst.


In seltenen Fällen kann es passieren, dass dir im Vorstellungsgespräch Fragen gestellt werden, die eigentlich nichts mit dem angestrebten Job zu tun haben: Wie etwa deine Familienplanung aussieht oder ob du bestimmte Erkrankungen hast, die nicht unmittelbar mit deiner Arbeit zusammenhängen. Wenn du nicht möchtest, musst du hierauf nicht antworten.


Fragen nach deinen persönlichen Stärken und Schwächen kannst du in den meisten Gesprächen erwarten. Denke bereits vorher über eine authentische Antwort nach und suche dir am besten keine Beispiele aus, die dich durch deine Ehrlichkeit bloßstellen. Aber vermeide auch bekannte Floskeln wie „Ich bin zu perfektionistisch“, oder „Ich bin einfach zu ehrlich für diese Welt“, wenn dies nicht wirklich so ist oder zu übertrieben wirkt.


Denke außerdem daran, auch selbst Fragen vorzubereiten. Wenn du dich nach weiterführenden Punkten erkundigst, wirkst du nicht etwa uninformiert, sondern zeigst Interesse. Mach dir vorab am besten kurze Notizen und nimm diese mit ins Vorstellungsgespräch. Schreib dir in dein Notizbuch Fragen wie z. B. „Wie lange würde ich in den einzelnen Abteilungen bleiben?“ oder „Wo befindet sich meine zuständige Berufsschule?“.

Ob es nach dem Gespräch zu einer Anstellung kommt, entscheiden beide Seiten gleichermaßen. Wenn du dich während des Termins nicht wohlfühlst und mit einer Zusage haderst, dann ist der Betrieb vielleicht nicht der richtige für dich. Scheue dich nicht davor, weiter nach deinem Wunscharbeitgeber für deine Lehrstelle oder deinen ersten Job zu suchen.


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