Ausbildung abbrechen: Was tun, wenn es doch nicht passt?

Du bist unzufrieden mit deinem Ausbildungsplatz? Die Ausbildung abzubrechen, ist nicht die einzige Möglichkeit. Folgende Optionen solltest du bedenken, bevor du eine endgültige Entscheidung triffst.

Es fing alles so schön an: Du hattest die passende Lehrstelle gefunden, hast dich beworben und bei deinem Wunscharbeitgeber einen Ausbildungsplatz ergattert. Doch als es dann losging, kamen Zweifel und irgendwie ist nichts so, wie du es dir vorgestellt hast?

Eine Ausbildung abzubrechen, ist ein großer Schritt, der gut überlegt sein will. Und doch entscheidet sich jeder vierte Auszubildende in Deutschland dazu, den Ausbildungsvertrag zu lösen. Es kommen Zweifel am gewählten Beruf auf oder es gibt Probleme in der Berufsschule oder im Ausbildungsbetrieb. Was viele dabei nicht wissen: Nicht immer müssen solche Hürden gleich das Aus bedeuten. In Bayern gibt es viele Angebote, die dir Unterstützung bei Problemen in der Ausbildung bieten.

Video: Ausbildung abbrechen, ja oder nein? Dein Berufsberater gibt dir Tipps für diese Entscheidung

Ein Mann erzählt etwas und wird frontal von vorne gezeigt.

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Bevor du die Ausbildung überstürzt abbrichst: Sprich über deine Probleme!

Es ist nicht leicht, schwierige Situationen direkt anzusprechen – vor allem nicht bei deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder. Trotzdem solltest du den Mut haben, deine Bedenken ganz offen zu kommunizieren. So lässt sich feststellen, ob deine Probleme vorrübergehend sind und sich gemeinsam eine Lösung für sie finden lässt.

Hat deine Unzufriedenheit mit dem Betrieb zu tun? Sprich deinen Chef bzw. deine Chefin darauf an und erkläre deine Situation. Stellt sich das als schwierig heraus, kannst du dir dabei auch Unterstützung von außen holen. Die Ausbildungsberatung der zuständigen Kammern (Industrie- und Handelskammer IHK und Handwerkskammer HWK) oder die ehrenamtlichen Ausbildungsbegleiter des Senior-Experten-Services (SES) helfen dir dabei, das Problem mit deinem Ausbildungsbetrieb zu lösen.

Zu Unterstützungsangeboten der Industrie- und Handelskammer IHK
Zu Unterstützungsangeboten der Handwerkskammer HWK  

Fühlst du dich dagegen eher mit dem Lernstoff aus der Berufsschule überfordert? Dann solltest du die ausbildungsbegleitende Hilfe der Bundesagentur für Arbeit nutzen. Ebenso kannst du das Gespräch mit den Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen an deiner Berufsschule suchen.

Mehr zum Thema “Was tun bei Problemen in der Ausbildung?” von der Gewerkschaft verdi

Hier geht's zum Berufeendecker der Agentur für Arbeit. Der Berufeentdecker hilft Dir, Deine Interessen zu erkunden.

Ausbildungsbetrieb wechseln statt Ausbildung abbrechen

Wenn das Reden dich nicht weiterbringt und es für dich im Betrieb nicht passt, dann hilft oftmals nur ein Wechsel des Arbeitgebers. Diese Wahl könnte für dich eine Lösung sein, wenn du grundsätzlich Spaß an den Tätigkeiten in der Praxis und an den Fächern in der Berufsschule hast und sich dein Berufswunsch nicht geändert hat.

Aber Achtung: Du solltest deinen Ausbildungsvertrag erst kündigen, wenn du bereits eine neue Ausbildungsstelle finden konntest. Damit es beim zweiten Anlauf besser klappt, solltest du dir genau überlegen, was dich an der aktuellen Anstellung stört. Mit etwas Glück findest du so eine Lehrstelle, die wirklich zu dir passt.

 

Ausbildungsberuf wechseln

Solltest du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule keinen Spaß an deiner Ausbildung haben, handelt es sich vielleicht nicht um den richtigen Beruf für dich. Bevor du eine neue Ausbildung in einer anderen Branche startest, solltest du noch einmal in dich gehen und herausfinden, auf welche Tätigkeiten du wirklich Lust hast. Deine jetzigen Erfahrungen helfen dir bei der Einschätzung bestimmt schon um einiges weiter.
Mehr zum Thema „Welcher Beruf passt zu mir?”  

Diese Angebote aus Bayern helfen dir bei der Berufswahl:

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